
Wie geht es weiter mit dem Kinofest in Lünen?
Nach der Kritik am abgespeckten Kinofest im nächsten Jahr verteidigt sich jetzt die Stadt Lünen.
Veröffentlicht:
Stadt Lünen als Kinofestveranstalter "nur Übergangslösung"
Sie stellt klar: Das Kinofest ist wichtig, aber die Verwaltung kann die Organisation auf Dauer nicht stemmen. Laut einer aktuellen Stellungnahme fresse das Festival das ganze Jahr über die Arbeit von zweieinhalb Vollzeitstellen. Diese Kapazitäten kann die Stadt dauerhaft aber nicht bereitstellen. Weil sich kein anderer Veranstalter findet und auch Fördergelder massiv gekürzt werden, musste die Stadt die Notbremse ziehen. Die Stadt schreibt: Nachdem das Kinofest 2024 nicht stattfinden konnte und auch für 2025 zunächst keine Durchführung vorgesehen war, hat die Stadt kurzfristig Verantwortung übernommen [...]. Von Anfang an war klar, dass dieses Engagement als Übergangslösung gedacht ist. Das Festival soll aber in verkürzter Version stattfinden, in Form eines Kino-Spezials.
Viel Kritik an der Stadt Lünen
Vor zwei Wochen hatte die Stadt Lünen entschieden, dass das Kinofest deutlich eingestampft wird. Es solle nur noch ein Kino-Spezial geben. Daraufhin gab es viel Kritik. Die Stadt Lünen sagt aber: Vor diesem Hintergrund (fehlender Veranstalter, fehlende Mittel, etc.) steht die Entscheidung über die künftige Ausgestaltung des Kinofests nicht für mangelnde Wertschätzung, sondern für die Verantwortung, die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen der Stadt verantwortungsvoll einzusetzen. Wie viele Kommunen steht auch Lünen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen und muss zwischen freiwilligen Leistungen und gesetzlichen Pflichtaufgaben abwägen. Die Stadt bedauert, dass der Eindruck entstanden sei, das Fest sei ihr egal. Aktuell laufen weitere Gespräche mit der bisherigen Festivalleitung, um eine Lösung zu finden.