
Übergangslösung für Rettungsdienst-Kosten im Kreis Unna
Für die Kosten von Rettungswagen-Einsätzen ohne Patiententransport gibt es in Nordrhein-Westfalen eine vorläufige Übergangslösung. Die Krankenkassen übernehmen bis zum Jahresende einen Teil der Gebühren.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2026 06:11
Übergangslösung für Rettungseinsätze ohne Transport
Nach monatelangen Diskussionen gibt es nun eine erste Entscheidung darüber, wer die Kosten für Rettungswagen übernimmt, die ohne Patienten wieder abfahren. Das NRW-Gesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass die Krankenkassen vorerst wieder einen Teil der Kosten tragen. Konkret geht es um die Hälfte der anfallenden Gebühren für solche sogenannten Leerfahrten. Diese Regelung gilt zunächst als Übergangslösung bis zum Ende des Jahres. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen sich die Kommunen und die Krankenkassen auf eine dauerhafte und rechtssichere Lösung für die Zukunft einigen. Ziel ist es, die Finanzierung des Rettungsdienstes auf eine stabile Basis zu stellen, ohne die Beteiligten unvorhersehbar zu belasten.
Schutz vor Kosten für Patienten im Kreis Unna
Landrat Mario Löhr hatte im Vorfeld deutlich vor den möglichen Konsequenzen des anhaltenden Streits gewarnt. Ohne eine Einigung hätten Patienten im Kreis Unna bald selbst für die Kosten der Rettungswagen-Einsätze zur Kasse gebeten werden können, wenn kein Transport ins Krankenhaus erfolgte. Durch die aktuelle Übergangslösung ist sichergestellt, dass die betroffenen Personen vorerst keine Rechnungen für diese Einsätze bekommen. Besonders für kleinere und finanziell stark geforderte Kommunen wie Holzwickede und Fröndenberg ist die aktuelle Entscheidung von großer Bedeutung. Dort organisiert der Kreis Unna den Rettungsdienst. Die Kosten für unbezahlte Einsätze landen deshalb über die sogenannte Kreisumlage bei den Städten und Gemeinden. Zuletzt standen hier Zusatzkosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro im Raum.