
Kreis Unna: Erstmal keine Rechnungen für den Krankenwagen
Bürger im Kreis Unna bekommen erstmal keine Rechnungen für den Rettungsdienst. Das könnte sich aber ändern - die Krankenkassen seien nicht kompromissbereit.
Veröffentlicht: Dienstag, 23.12.2025 14:37
Erstmal keine Gebührenbescheide im Kreis Unna
Bürger im Kreis Unna bekommen erstmal keine Rechnungen für den Rettungsdienst. Das ist ein Ergebnis der Konferenz von Landrat Mario Löhr und den Bürgermeistern unserer Städte - aber nur eine Übergangslösung. Die Krankenkassen seien bei den Gebühren zu keinen Kompromissen bereit. Kern des Streits sind Leerfahrten - also wenn der Krankenwagen ohne Patient wieder wegfährt. Die seien zu teuer, meinen die Kassen. Sie zahlen insgesamt weniger - seit September.
Krankenkassen "nicht kompromissbereit" - Beratungen gehen im neuen Jahr weiter
Die von den Krankenkassen bezogene Position sei geeignet, das gesamte System der Notfallversorgung ins Wanken zu bringen, sagt Landrat Mario Löhr. Das sei unverständlich und nicht zu vermitteln. Man wolle aber weiter nach Lösungen suchen. Niemand solle aus Kostengründen zögern, die 112 zu wählen. Eine Idee ist, direkt mit den Kassen abzurechnen. Dafür müssten die Satzungen angepasst werden. Das sei aber ein großer bürokratischer Aufwand. Das werde nun in den einzelnen Räten der Städte und Gemeinden besprochen. Ende Januar soll es dann eine neue Beratungsrunde geben.