
Urteil nach schwerem Missbrauch in Unna und Lünen
Wegen Sexualdelikten und Kindesentführung in Unna und Lünen muss ein Mann über fünf Jahre ins Gefängnis. Heute ist dafür das Urteil gefallen.
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Freiheitsstrafe wegen schwerem sexuellen Missbrauch
Nach dem großen SEK-Einsatz in Unna im Dezember ist heute das Urteil gefallen. Ein Mann muss unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Das teilt eine Sprecherin des Landgerichts Dortmund auf Nachfrage von Antenne Unna mit. Ende letzten Jahres habe der damals 40-Jährige ein 12-jähriges Mädchen in seiner Wohnung in Waltrop schwer sexuell missbraucht.
SEK musste Mädchen befreien
Bei einem weiteren Vorfall sei er in die Wohnung der Kindesmutter in Lünen eingedrungen. Dort hat er laut Staatsanwaltschaft die dortige Familie teils verletzt und mit einer Waffe bedroht. Danach habe er die 12-Jährige gegen ihren Willen mitgenommen und in einem Hotelzimmer in Unna nochmal missbraucht. Spezialkräfte mussten das Mädchen damals aus dem Hotel befreien. Der damals 40-Jährige wurde bei der Festnahme leicht verletzt festgenommen. Das Mädchen blieb unverletzt. Der Mann, der nicht der Vater des Kindes ist, hatte das Mädchen erst mit Zustimmung der Mutter bei sich.
Erpressung erwies sich vor Gericht nicht
Vor der Verhandlung wurde auch über erpresserischen Menschenraub gesprochen. Der Mann aus Waltrop soll mit einer vermeintlichen Schusswaffe an der Wohnung der Mutter einen hohen Bargeldbetrag gefordert haben. Um seine Forderung durchzusetzen, entführte er die 12-Jährige und brachte sie in das Hotel in Unna, so die Polizei damals im Dezember. Dies habe sich aber nicht bestätigt, sagte eine Gerichtssprecherin nach Verkündung des Urteils.