Unwettereinsätze für die Feuerwehren - Schafe vor Ertrinken gerettet

Die starken Regenfälle haben am späten Abend in Dortmund am Wiethagenweg eine Weide mit 350 Schafen geflutet. Die Wiese stand offenbar teilweise bis zu 2 Meter unter Wasser. Die Feuerwehr war mit 120 Einsatzkräften vor Ort - sie setzte ein Rettungsboot ein und baute Stege, um die Tiere vor dem Ertrinken zu retten, sagte ein Sprecher.

© Feuerwehr Dortmund

Die Feuerwehr holte 230 Tiere von der Weide. 20 Tiere, darunter auch Lämmer, starben aber in den Wassermassen. Auch die Feuerwehren bei uns im Kreis hatten am späten Abend viel zu tun. Unwettereinsätze gab es vor allem in Fröndenberg und Schwerte, ein paar auch in Unna. Mehrere Straßen waren versperrt - wegen umgeknickter Bäume oder weil durch den starken Regen Schlamm von den Feldern auf die Fahrbahnen gerutscht ist. Vereinzelt waren auch Keller voll Wasser gelaufen.


Die Pressemitteilung der Dortmunder Feuerwehr:


Gegen 23:30 Uhr wurde die Feuerwehr in den Ortsteil Persebeck gerufen. Hier waren 350 Schafe einer Herde in Gefahr geraten, da die Weidefläche überflutet wurde. In einer großen Rettungsaktion konnten 330 Tiere vor dem Ertrinken gerettet werden. Für 20 Tiere kam die Hilfe leider zu spät.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits erkennbar, dass circa 7 Hektar Weidefläche an einer Hanglage durch den Regen der letzten Stunden überflutet worden waren und sich die Schafe in höchster Gefahr befanden. Viele Tiere drohten zu ertrinken.

Umgehend wurden durch die Feuerwehr Rettungsmaßnahmen eingeleitet, um die Tiere aus der Gefahrensituation zu befreien. Hierzu war ein intensiver Personaleinsatz notwendig. Die Rettung von 230 Tieren gestaltete sich als besonders herausfordernd, da die Wolle der Schafe mit Wasser vollgesogen war. Das Gewicht der Tiere erhöhte sich so deutlich. Sie mussten durch die Einsatzkräfte auf einen nicht überfluteten Teil der Weidefläche geleitet werden. Die Spezialeinheit Wasserrettung der Feuerwehr Dortmund kam bei den Rettungsmaßnahmen mit einem Schlauchboot und den Tauchern zum Einsatz. Sie sicherten die Einsatzkräfte und unterstützten mit ihrer speziell für solche Einsätze konzipierten Ausrüstung.

Etwa 100 weitere Tiere konnten durch die Feuerwehr auf einer Insel angetroffen werden. Von dort aus konnten sie über eine durch die Feuerwehr provisorisch errichtete Brücke in einen sicheren Bereich der Weidefläche geführt werden.

Für 20 Tiere kam leider jede Hilfe zu spät.

Die Rettungsaktion war durch das Gewicht und die hohe Anzahl der Tiere besonders intensiv. Erschwert wurden die Bedigungen noch durch regnerisches und stürmisches Wetter.

Um 3:45 Uhr konnte der Einsatz abgeschlossen werden und die Kräfte wieder zu ihren Standorten zurückkehren.

Insgesamt kamen etwa 120 Einsatzkräfte von der Berufsfeuerwehr und verschiedenen Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz.

Die Schafe mussten vor dem Ertrinken gerettet werden. © Feuerwehr Dortmund
Die Schafe mussten vor dem Ertrinken gerettet werden.
© Feuerwehr Dortmund