
Unna/Kamen: Ina Scharrenbach äußert sich zu Vorwürfen
Es sind schwere Vorwürfe gegen NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach aus Unna. Die CDU-Politikerin soll ihren Mitarbeitern Angst und Druck gemacht haben. Nun hat sie ein Statement veröffentlicht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 10:23
Schwere Vorwürfe gegen Ministerin aus Unna
Ina Scharrenbach soll Mitarbeiter in Besprechungen angeschrien und bloßgestellt haben. Von den Vorwürfen berichtete der Spiegel. Laut dem Nachrichtenmagazin seien Mitarbeiter auf allen Ebenen betroffen: von Sachbearbeitern, Referenten und Abteilungsleitenden. Viele hätten sich bereits versetzen lassen oder seien in den vorzeitigen Ruhestand gegangen.
Dokument mit Vorwürfen gegen Ina Scharrenbach
Dem Büro von Ministerpräsident Hendrik Wüst liege ein zweiseitiges Dokument zu dem Fall vor. Darin seien laut dem Spiegel alle Vorwürfe aufgelistet. Es gehe um Machtmissbrauch und einen Führungsstil, der gesundheitsschädigend sei. Ina Scharrenbach hat sich vom Stadtrat in Kamen hochgearbeitet. Seit 2017 ist sie Ministerin in NRW.
Statement von Ina Scharrenbach
Nun hat sich NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach in einem Statement zu den Vorwürfen des Machtmissbrauchs geäußert. Darin entschuldigt sie sich für ihr Verhalten. Die Aussagen von Mitarbeitern ihres Ministeriums in dem Spiegel-Bericht machten sie betroffen. Die Rede war von einer "Arbeitsatmosphäre von Angst und Schrecken". Scharrenbach soll ihre Untergebenen angeschrien und bloßgestellt haben. Sie bedaure, dass sich ihre Mitarbeiter so fühlten und nehme die Kritik ernst. Scharrenbach wolle an sich arbeiten. Sie habe bereits konkrete Schritte im Bauministerium getroffen - darunter eine Möglichkeit zu anonymer Kritik. Bald soll es auch eine Personalversammlung geben. Mitarbeiter sollen Erfahrungen und Erwartungen schildern. Zusätzlich habe sie eine Klausur ihrer Führungsetage einberufen, um offen über Verbesserungsmöglichkeiten zu sprechen.