
Schülerstreik gegen die Wehrpflicht: 600 Teilnehmer in Dortmund
In Dortmund findet heute (05.03.2026) der zweite große Schulstreik gegen die Pläne zur Wehrpflicht statt. Hunderte Schülerinnen und Schüler demonstrieren in der Innenstadt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 05.03.2026 06:33
Protest gegen Wehrpflicht in Dortmund
Statt Mathe, Englisch und Bio steht für viele Schülerinnen und Schüler in Dortmund am Donnerstag (05.03.) "Demonstrieren" auf dem Stundenplan. Der zweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht steht an. Die Schüler befürchten, dass der Wehrdienst nicht freiwillig bleibt, wie es die Regierung aktuell noch vorsieht. Besonders kritisch sehen die Organisatoren die neue Regelung, nach der sich junge Männer ab dem Geburtsjahr 2008 bereits einer Musterung unterziehen müssen. Wer sich danach gegen den Dienst entscheidet, müsse seine persönliche Wahl rechtfertigen, was die Schüler als Eingriff in ihre moralische Entscheidungsfreiheit empfinden. Statt militärischer Stärke fordern die Demonstrierenden mehr diplomatische Lösungen und eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit zur Konfliktbewältigung.
Dortmund: Route der Demo durch die Innenstadt
Der heutige Protestzug in Dortmund startet um 11 Uhr am Vorplatz des Kinos Cinestar direkt am Hauptbahnhof. Von dort aus bewegen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer quer durch die Innenstadt bis hin zum Theatervorplatz an der Hansastraße. Da die Route der Demonstration auch über den viel befahrenen Wall führt, müssen Autofahrer in der City mit kurzfristigen Straßensperrungen rechnen. Die Polizei wird den Aufzug begleiten, um für Sicherheit zu sorgen und den Verkehrsfluss bestmöglich zu regeln. Ortskundige Autofahrer sollten den Bereich rund um den Wall während der Mittagszeit am besten weiträumig umfahren, um Verzögerungen zu vermeiden.
Beteiligung und Hintergründe zum Schulstreik in Dortmund
Für die heutige Kundgebung in Dortmund haben die Veranstalter offiziell rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Mitorganisator Lukas Wiens rechnet jedoch fest damit, dass sich auch diesmal wieder sehr viele Jugendliche dem Protest aktiv anschließen werden. Bereits beim ersten großen Schulstreik im vergangenen Dezember waren rund 1.000 Schülerinnen und Schüler in Dortmund für ihre Ziele auf die Straße gegangen.