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 Rollatortraining und zahlreiche Gespräche: Polizei Dortmund zu Besuch im Gast-Haus
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Rollatortraining und zahlreiche Gespräche: Polizei Dortmund zu Besuch im Gast-Haus

Dortmund (ots) -

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Das Gast-Haus statt Bank an der Rheinischen Straße in Dortmund versorgt täglich von Armut betroffene Bürgerinnen und Bürger. Das Frühstück mit täglich allein bis zu 400 Kontakten, zusätzlich die Kleiderausgabe, die medizinische Hilfe, Gruppenangebote, Gemeinschaft im Frauencafé und viel menschliche Nähe sind für die Gäste an diesem besonderen Ort im Unionviertel unverzichtbar geworden.

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Nach einem umfangreichen Erfahrungsaustausch in Dienstunterrichten des Gast-Hauses für die Dortmunder Polizei arbeiten beide Organisationen eng zusammen, um Präventionsangebote gezielt für Obdach- und Wohnungslose sowie Menschen in prekären Lebenslagen umzusetzen. Seit Mai 2026 wirkt das Gast-Haus in einer Kooperation der Polizei mit 18 zivilgesellschaftlichen Organisationen mit. Die Verkehrsunfallprävention der Polizei führte am 17. August 2026 im Gast-Haus ein Rollatortraining durch. Denn auch die Gast-Haus-Gäste sind mit zunehmendem Alter auf Mobilitätshilfen wie Rollatoren und Rollstühle angewiesen. Zwei Stunden lang ging es um die richtigen Handgriffe und somit um den sicheren Umgang mit den Gehhilfen. Stürze zu verhindern ist auch für Wohnungs- und Obdachlose wichtig. Denn nach einem Krankenhausaufenthalt werden sie nicht in ein Zuhause mit Angehörigen oder einem Pflegedienst, sondern auf die Straße entlassen. Das Rollatortraining setzt an dieser Stelle an: Die Betroffenen sollen alltägliche Hindernisse überwinden und unebene Flächen sicher begehen können - ohne zu stürzen. Das gibt ihnen Sicherheit und ermöglicht damit auch Teilhabe an Angeboten u. a. des Gast-Hauses.

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Beim Rollatortraining wurde viel gelacht. Die Polizeihauptkommissarinnen Irina Meier, Katharina Schwarz und Renate Wesendonk von der Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums Dortmund erlebten aufgeschlossene Menschen, die sehr aufmerksam und dankbar waren. Ein Teilnehmer berichtete am Rande von täglichen Anfeindungen als Wohnungsloser auf der Straße. Über das Rollatortraining mit der Polizei sagte er: "So spricht sonst keiner mit uns."

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Eine Woche später, am 24. August 2026: Um 10 Uhr trafen zwölf Bürgerinnen im Frauencafé in der ersten Etage des Gast-Hauses ein. Der Druck auf der Straße erreicht diesen Ort nicht. Das Frauencafé ist für sie ein Schutzraum, der Sicherheit bietet und damit auch der richtige Ort für ein vertrauliches Gespräch zwischen vielfach von Straftaten betroffenen Frauen und der Polizei. Das zwei Stunden dauernde Gespräch zwischen den Besucherinnen und Polizeihauptkommissarin Deniza Iordanova vom Leitungsstab der Polizei verlief sehr intensiv und emotional. Die Frauen teilten ihre Alltags-Erfahrungen, die geprägt sind von Armut, Rückzug, Unsicherheit - und Straftaten. Straftaten, die nicht angezeigt werden. Das Gespräch im Frauencafé sollte Vertrauen in die Polizei schaffen und stärken. Damit Straftaten angezeigt werden und sich nicht wiederholen. Denn der tägliche Stress beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl massiv. Sicherheit ist ein hohes Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Die Polizei ist für die Sicherheit aller Menschen zuständig. Unabhängig auch davon, ob sie einen festen Wohnsitz haben oder nicht.

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Nach zweieinhalb Stunden wurden die schweren Themen abgeräumt. Das Gast-Haus und die Polizei kochten ein Drei-Gänge-Menü für die zwölf Frauen. Wie eine Woche zuvor beim Rollatortraining wurde auch im Frauencafé viel gelacht. Dazu passt ein Satz einer Gast-Haus-Mitarbeiterin: "Wir können hier nicht die Welt retten, aber schöne Momente schaffen."

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Fest steht: Die Polizei setzt die Gespräche im Frauencafé fort und bietet weiter auch Rollatortrainings an, um die Sicherheit dieser Bürgerinnen und Bürger im Straßenverkehr und anderen Lebensbereichen zu erhöhen und das Vertrauen in die Polizei zu stärken. Seit August 2024 verfolgt das Sachgebiet für Dialog und Vertrauensförderung mit einer diversen Gesellschaft dieses Ziel.

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