
Notruf 112: Streit um Fehlfahrten
Wer eine Notlage sieht, soll nicht zögern, den Notruf zu wählen - auch wenn sich die Lage hinterher als weniger heikel erweist: Das will die SPD im Unnaer Kreistag in der Debatte um Fehlfahrten erreichen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.11.2025 04:32
SPD im Kreistag Unna: "Notruf keine Kostenfrage"
Der Notruf 112 darf nicht zur Kostenfrage werden. Darauf dringt die SPD-Fraktion im Kreistag. Hintergrund ist die Debatte um Leer- oder Fehlfahrten. Nicht jeder Notruf stellt sich im nachhinein als notwendig heraus. Manche Fahrt ist überflüssig. Verhandlungen zwischen Kommunen und Krankenkassen zur Kostenübernahme sind gescheitert. Das NRW-Gesundheitsministerium sieht sich nicht für die Kosten zuständig. Die Kreistags-SPD fordert, dass Bund und Land das Problem per Gesetz regeln. Niemand dürfe im Notfall zögern, die 112 zu wählen – bloß weil unklar ist, wer eine Leerfahrt zahlt.