
Kreis Unna: Diskussion um Finanzierung des Rettungsdienstes
Der Kreis Unna schlägt bei der Finanzierung des Rettungsdienstes Alarm.
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.11.2025 15:52
Kreis Unna verhandelt mit Krankenkassen
Es gibt Probleme mit der Finanzierung des Rettungsdienstes im Kreis Unna. Landrat Mario Löhr kündigt an, gemeinsam mit fünf Städten mit den Krankenkassen zu verhandeln. Die wollen die bisherigen Gebühren nicht mehr vollständig zahlen und halten die Kosten – besonders bei Leerfahrten – für zu hoch.
Diskussion um Finanzierung von Rettungsfahrten
Eine Rettungsfahrt kostet laut Satzung rund 2.700 Euro. Darin enthalten sind auch die Vorhaltekosten für Personal, Fahrzeuge, Ausstattung und Infrastruktur. Nur so könne eine flächendeckende und qualifizierte Notfallrettung sichergestellt werden.
„Die Krankenkassen stellen jetzt aber die komplette Kostenübernahme in Frage. Das war aber bisher jahrzehntelange geübte Praxis.“
Laut Mario Löhr wollen die Krankenkassen nur noch rund 1.700 Euro erstatten. Patienten müssten dann in Vorkasse gehen. Das wollen der Kreis und seine Städte verhindern. Löhr warnt: Niemand solle aus Angst vor einer Rechnung keinen Rettungswagen rufen. Zunächst soll aber das Ergebnis einer Bundesratsinitiative abgewartet werden.