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Klinik-Protest im Kreis Unna
© Kath. St. Paulus Gesellschaft
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Klinik-Protest im Kreis Unna

Im Kreis Unna protestieren Freitag (12.6.26) zahlreiche Krankenhäuser gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung und schließen symbolisch ihre Haupteingänge. Unter dem Motto "Kein Geld. Keine Versorgung" warnen die Kliniken vor massiven Einschnitten bei der Patientenversorgung und drohenden Schließungen.

Veröffentlicht: Freitag, 12.06.2026 05:00

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Symbolische Schließung in mehreren Kliniken

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Im gesamten Kreis Unna kommt es am Freitag (12.6.26) zu einer konzertierten Protestaktion verschiedener Krankenhäuser gegen die aktuelle Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Von 11 bis 13 Uhr bleiben an Standorten in Lünen, Schwerte, Werne, Kamen und Unna die Haupteingänge für zwei Stunden geschlossen. Betroffen sind folgende Kliniken:

  • Christliches Klinikum Unna
  • St. Christophorus Krankenhaus Werne
  • Marienkrankenhaus Schwerte
  • St. Marien Hospital Lünen
  • Knappschaft Kliniken Lünen-Brambauer
  • Knappschaftskrankenhaus Kamen

Besucher und Patienten müssen in dieser Zeit auf die Nebeneingänge ausweichen. Die medizinische Versorgung der Patienten vor Ort ist jedoch zu jeder Zeit vollumfänglich sichergestellt.

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Patienten drohen längere Wege und Wartezeiten

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Die Krankenhausgesellschaften im Kreis Unna blicken mit großer Sorge auf das neue Gesetz zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge und die damit verbundenen Kürzungen. Durch die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung befürchten die Verantwortlichen, dass die finanzielle Belastung für viele Standorte in der Region existenzbedrohend wird. Sollten Kliniken aufgrund der Sparpläne schließen müssen, hätte dies unmittelbare Folgen. Patienten müssten sich auf längere Anfahrtswege und Wartezeiten einstellen.


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Massive finanzielle Kürzungen bis 2030

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Das umstrittene Gesetz sieht vor, dass den Krankenhäusern in Deutschland bereits im Jahr 2027 rund fünf Milliarden Euro an fest eingeplanten Mitteln entzogen werden. Bis zum Jahr 2030 könnten sich diese Einsparungen nach aktuellen Berechnungen der Fachverbände sogar auf 15 Milliarden Euro summieren. Für die Krankenhäuser im Kreis Unna würde das durchschnittlich acht Prozent an finanziellen Kürzungen bedeuten. Besonders problematisch bewerten die Klinikbetreiber, dass künftige Tarifsteigerungen für das Pflege - und Klinikpersonal nicht mehr vollständig refinanziert werden sollen. Gerade für gemeinnützige Träger sind diese Einschnitte kaum zu kompensieren.

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