
Kamen: Zweifel am Sicherheitskonzept
Anti-Terror-Poller sollen die Kamener Winterwelt schützen. Eine Ratsfraktion hat Zweifel, dass das klappt: Der Poller-Einsatz sei nicht im Einklang mit Vorgaben des Herstellers. Die Stadt Kamen meint: Alles abgesprochen.
Veröffentlicht: Freitag, 05.12.2025 04:47
Poller gleich neben Kamener Winterwelt
Das Sicherheitskonzept für die Kamener Winterwelt ist fragwürdig: Das sagen Wählergemeinschaft und Die PARTEI im Stadtrat. Konkret geht es um die Oktablocker, auch Terror-Blocker genannt. Ihr Einsatz widerspreche den Vorgaben des Herstellers. Die Oktablocker stehen auf Bodenplatten mit Zacken daran. Fährt ein Laster drüber, bohren sich die Zacken in seinen Unterboden. Damit das funktioniert, braucht es einen Abstand von 30 Metern zur Veranstaltung, die geschützt werden soll. In Kamen stehen die Oktablocker aber direkt daneben. Eine Anfrage an die Stadt sei ausweichend beantwortet worden, berichten WG und PARTEI. Es fehle Transparenz. Im Frühjahr hatte auch schon die Stadt Unna Oktablocker angeschafft.
Stadt Kamen sieht "keinen Handlungsbedarf"
Nach Kritik am Sicherheitskonzept der Kamener Winterwelt will die Stadt nicht nachbessern. Es gebe keinen Handlungsbedarf, so ein Stadtsprecher auf Antenne Unna-Nachfrage. Die Stadt meint, ein Abstand von 30 Metern sei nicht nötig. Durch die enge Aufstellung könne kein LKW die Blocker gerade treffen. Weitere Stellen wurden mit Betonblöcken abgesichert. Die Okta-Blocker seien nur zusätzliche Umzäunung. Das Konzept sei mit der Polizei abgestimmt.