Corona: Existenzangst bei Jugendherbergen

Die Jugendherbergen in der Region fürchten wegen der Corona-Pandemie um ihre Existenz. Ohne Hilfe vom Land würde man die Krise nicht überstehen. Das sagt der Geschäftsführer des Landesverbands Westfalen-Lippe, Wolfgang Büttner.

Bis zu den Sommerferien sind alle Buchungen von Klassenfahrten storniert worden. Und aktuell gibt es eine zweite Stornierungswelle, die sich auf Buchungen darüber hinaus bezieht, so der Verband. Alle 600 Mitarbeiter befinden sich jetzt in Kurzarbeit, sämtliche Investitionen sind gestoppt - trotzdem brauche man schnelle Hilfe vom Land, sagt Büttner. Denn: Auf Rücklagen kann der Landesverband nicht zurückgreifen – diese dürfen Jugendherbergen aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit nicht bilden. Der Landesverband Westfalen-Lippe betreibt unter anderem die Jugendherberge am Cappenberger See.

Noch kein Corona-Rettungsschirm für Jugendherbergen

Trotz dramatischer Hilferufe und Appelle der 14 DJH-Landesverbände sowie des DJH-Hauptverbands an die Bundes- und Landespolitik können die Jugendherbergen immer noch keine Mittel aus dem Corona-Rettungsschirm abrufen. „Wir fordern die Politik dringend auf, hier sehr zügig nachzubessern, damit die Jugendherbergen auch im 111. Jahr ihres Bestehens eine Zukunft haben“, so Büttner.

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