
Bergkamen: Grubenwasser fließt in Lippe
Die RAG leitet Grubenwasser in die Lippe. Vorher hatte es lange Diskussionen und Kritik gegeben.
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RAG leitet Grubenwasser am Haus Aden in Fluss
In Bergkamen fließt seit Dienstag (06.10.) wieder Grubenwasser in die Lippe. Die RAG hat die Anlage am früheren Bergwerk Haus Aden in Betrieb genommen. Vorher gab es lange Diskussionen und fast 200 Einwände von Kritikern. Sie hatten Sorge, dass Schadstoffe in den Fluss kommen oder zum Beispiel der Salzgehalt dort steigt. Von der RAG heißt es: Man sei sich bewusst, dass die Einleitung vom Wasser die Menschen bewege.
Kontrollen sichern Reinheit des Wassers
Das Wasser würde aber ständig kontrolliert werden. Aktuell werden gut achteinhalb Kubikmeter Wasser pro Minute nach oben gepumpt, in einer neuen Anlage von Eisen gereinigt und in den Fluss geleitet. Die Bezirksregierung in Arnsberg hat das Verfahren nach strengen Prüfungen erlaubt. Es ist das erste Mal, dass seit dem Beginn des Grubenwasseranstiegs im Jahr 2019 aufbereitetes Grubenwasser in die Lippe geleitet wird. Das Grubenwasserhebewerk hat mehrere Millionen Euro gekostet. Einen großen Teil davon hat der Bund bezahlt.
Kontrolle des Grubenwassers langfristiges Konzept
Das Haus Aden ist mit Hebestandort und Grubenwasseraufbereitungsanlage Teil des Grubenwasserkonzepts, mit dem die Wasserhaltung auf sechs Standorte im Ruhrgebiet konzentriert wird.
„Mit Haus Aden nehmen wir einen wichtigen Baustein unserer langfristigen Verantwortung im Nachbergbau in Betrieb.“ – Joachim Löchte, Vorstand Technik RAG Aktiengesellschaft
Die dauerhafte Hebung von Grubenwasser dient dazu, den Grubenwasserstand kontrolliert zu begrenzen und langfristig zu halten.
