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Ein Mann der ein leeres Portmonee in der Hand hält
© Freepik/ jcomp
jeder zweite Arbeitslose ist von Armut bedroht
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Armutsrisiko im Kreis Unna hoch

Nirgendwo in NRW sind Menschen so stark armutsgefährdet wie in unserer Region.

Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 12:43

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Jeder 5. im Kreis Unna von Armut gefährdet

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Das haben die Landesstatistiker errechnet. Demnach war mehr als jeder fünfte im Kreis Unna, Dortmund und Hamm von Armut bedroht. Gezählt wurden alle, die weniger als 60% des mittleren Haushaltseinkommens haben. Im letzten Jahr lag die Grenze bei rund 1.300 Euro netto pro Monat. Überdurchschnittlich oft waren junge Menschen betroffen. Ein Lichtblick: das Armutsrisiko ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. 


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NRW-Regionen im Vergleich

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Die höchste Armutsgefährdungsquote in Nordrhein-Westfalen wurde mit 20,9 % für die Raumordnungsregion Dortmund berechnet. Darauf folgten die Raumordnungsregionen Duisburg/Essen mit 20,8 % und Emscher-Lippe mit 20,5 %. Die niedrigste Armutsgefährdungsquote gab es mit 13,3 % in der Raumordnungsregion Siegen. Die nächsthöheren Quoten fanden sind in den Regionen Arnsberg mit 14,5 % und Bonn mit 14,6 %.

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Vor allem junge Menschen betroffen

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Sowohl Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren als auch junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren waren 2025 zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil von relativer Einkommensarmut betroffen. So lebte knapp jede vierte minderjährige Person in einem einkommensarmen Haushalt (23,4 %). Bei den jungen Erwachsenen traf dies auf 25,3 % zu. Beide Gruppen zusammen machten mit rund 1,0 Millionen Menschen ein Drittel der armutsgefährdeten Personen aus. Menschen im Alter von 50 bis 64 Jahren waren mit 13,5 % am seltensten von relativer Einkommensarmut betroffen.

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Rentner mit niedriger Armutsgefährdung

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Unter den Nichterwerbspersonen, also Personen, die nicht für die Aufnahme einer Arbeit zur Verfügung stehen, wiesen Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre mit 18,4 % die niedrigste Armutsgefährdungsquote auf. Bei sonstigen Nichterwerbspersonen im Alter von mindestens 18 Jahren war die Armutsgefährdungsquote mit 46,2 % mehr als doppelt so hoch. Zu den sonstigen Nichterwerbspersonen zählen hier alle Personen ab 18 Jahren, die ihren überwiegenden Lebensunterhalt nicht aus einer Rente oder Pension beziehen. Das sind beispielsweise Hausfrauen und Hausmänner, ältere Menschen ohne Rente bzw. Pension oder Studierende ohne Nebenjob.

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