
80 Jahre Grubenunglück in Bergkamen
Vor 80 Jahren hat es in der Zeche Grimberg 3/4 in Bergkamen eine große Explosion gegeben. 405 Menschen sterben. Nur 64 überleben.
Veröffentlicht: Freitag, 20.02.2026 10:37
Schwerstes Grubenunglück in der deutscher Bergbaugeschichte
In Bergkamen jährt sich heute das schwerste Grubenunglück in der deutschen Bergbaugeschichte. Vor 80 Jahren hat es auf der Zeche Grimberg 3/4 eine große Explosion gegeben. 405 Bergleute verloren ihr Leben. Nur 64 überlebten. Grund war offenbar eine Schlagwetterexplosion. Das heißt, das Luft-Methangas-Gemisch hatte sich unter Tage entzündet. In der Kombination mit Kohlenstaub eine tödliche Verbindung, sagt Volker Wagner vom Geschichtskreis Haus Aden Grimberg 3/4.
Die Druckwelle der Explosion war so heftig, dass sie durch einen 900 Meter tiefen Förderschacht bis an die Erdoberfläche schlug und über Tage die technischen Anlagen zerstörte. Dan kamen die Flammen, die 300 Meter hoch aus dem Schacht schlugen. Die Angehörigen der Bergleute kamen alle zum Schacht, etwa jede zweite Familie in Bergkamen war betroffen. Mitarbeiter der Grubenwehren aus dem Umkreis versuchten, Menschen unter Tage zu retten.
Trotzdem überlebten nur 64 der 466 Kumpel. Die meisten Leichen blieben in dem zerstörten Bergwerk. Viele Frauen waren plötzlich Witwen, mussten trotzdem ihre Familien versorgen. Volker Wagner, selbst früher Bergmann, hat für sie den größten Respekt.
Gedenkveranstaltungen nach Grubenunglück in Bergkamen
Heute (20.02.) wird nochmal an das Grubenunglück gedacht. Um 11 Uhr gab es ein Treffen am Denkmal auf dem Friedhof am Südhang. Außerdem gibt es im Stadtmuseum Bergkamen eine besondere Präsentation. Einen Monat lang können sich Besucher zum Beispiel auf Text- und Bildtafeln über den Ablauf und die Folgen des Unglücks informieren.