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Mittwoch, 21. November 2018
06. Januar 2017 um 06:10 Uhr

Berlin-Attentäter: Spuren führen immer wieder nach Dortmund

Dortmund/Düsseldorf (AU) Der Berlin-Attentäter Anis Amri ist immer wieder in Dortmund aufgetaucht. Das ist bei der Sondersitzung des NRW-Innenausschusses heraus gekommen.
Das vom Bundeskriminalamt (BKA) zur Verfügung gestellte undatierte Bild zeigt den Tatverdächtigen Anis Amri. Foto: Polizei/BKA

Das vom Bundeskriminalamt (BKA) zur Verfügung gestellte undatierte Bild zeigt den Tatverdächtigen Anis Amri. Foto: Polizei/BKA

Die Dortmunder Polizei hatte ihn demnach im Februar 2016 als Gefährder eingestuft, nachdem sich Amri mehrere Wochen in der Stadt aufgehalten hatte. Später hielt er sich vor allem in Berlin auf, kam jedoch mehrmals nach Dortmund zurück. Insgesamt soll er 14 verschiedene Namen benutzt haben. Laut Innenminister Jäger sei Amri engmaschig überwacht worden. Konkrete Hinweise auf geplante Anschläge habe es nicht gegeben.

Auch für eine Abschiebehaft gab es laut NRW-Innenministerium nicht die rechtlichen Voraussetzungen. Dafür hätte man gerichtsverwertbar nachweisen müssen, dass von Amri eine konkrete Gefahr ausging. Die Opposition in Nordrhein-Westfalen bezweifelte, dass es keine rechtliche Handhabe gab, um den islamistischen Gefährder festzusetzen. Jäger hielt dagegen: «Gefährder heißt nicht Straftäter.» Heute sei es nicht mehr möglich, als Flüchtling mit einer Vielzahl von Identitäten durch Deutschland zu reisen. Dies sei der Situation 2015 mit rund 890 000 Flüchtlingen geschuldet gewesen.

Diese Situation machte sich mutmaßlich auch ein Bekannter Amris zunutze. Gegen den am Dienstag in Berlin festgenommenen 26-jährigen Tunesier wurde Haftbefehl wegen Leistungsbetrugs erlassen. Er steht weiterhin auch unter dem Verdacht, von Amris Plänen gewusst oder sogar an ihnen beteiligt gewesen zu sein. Für einen weiteren Haftbefehl fanden die Ermittler aber nicht genügend Anhaltspunkte.

Mit Material von dpa


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