Zehn Tipps der Polizei für den sicheren Umgang von Schulkindern mit Smartphones

Messengerdienste, soziale Netzwerke und Onlinespiele gehören zum Alltag auch von Grundschülern. Am europaweit organisierten Safer Internet Day (11.2.2020) informierten zwei Experten der Dortmunder Polizei und der Stadt Dortmund auf einem Elternabend im Polizeipräsidium über Nutzen und Gefahren, wenn Kinder im Grundschulalter Smartphones verwenden. Hier zehn Tipps für Eltern mit Kindern aus den 1. bis 4. Schuljahren für einen sicheren Umgang mit Onlinemedien:

1. Es muss in diesem Alter kein Smartphone sein. Ein einfaches Tastentelefon reicht aus, um erreichbar zu sein.

2. Ist es ein Smartphone, sollten Sie Regeln über Nutzungszeiten und -dauer aufstellen. Das kann zu anstrengenden Diskussionen und Streit führen. Eine gute Grundlage für eine Vereinbarung bietet www.mediennutzungsvertrag.de

3. Mit Smartphones haben Kinder ungehindert Zugang zu Seiten z.B. mit Gewaltdarstellungen und Pornografie. Eltern können Berechtigungen und Internetseiten einschränken, um ein Smartphone möglichst "kindersicher" zu gestalten.

4. Informieren Sie sich über Schutzfunktionen und die Installation von Schutzsoftware, damit Kinder vor verstörenden Inhalten bestmöglich geschützt sind. Eine gute Informationsquelle ist die Seite www.klicksafe.de

5. Sperren allein reichen nicht: Führen Sie in ruhiger Atmosphäre Gespräche mit Kindern. Die Auseinandersetzung kann zwar der schwierigere Weg sein, ist aber eine wichtige Aufgabe in Elternhaus und Schulen, damit Kinder Medienkompetenz erwerben.

6. Sprechen Sie mit dem Kind über elektronische Kettenbriefe, in denen eine Computerstimme massive Gewalt androht, falls die Datei nicht weitergeleitet wird. Sorgen Sie dafür, dass so ein Kettenbrief das Smartphone des Kindes nicht verlässt.

7. Setzen Sie auf Gespräche und schaffen Vertrauen zum Kind, damit es mit kritischen Inhalten nicht allein bleibt und Sie sofort über Gewalt oder Cybermobbing informiert. Schreiten Sie ein, wenn Sie von Mobbing erfahren. Helfen Sie Betroffenen.

8. Vorsicht bei Online-Computerspielen, bei denen Kinder durch den Kauf von virtuellen Waffen in echter Euro-Währung und durch das Töten von virtuellen Figuren ihr Ansehen in der Gruppe steigern können.

9. Bereiten Sie Elternabende vor und stimmen Sie verbindliche Spielregeln für die Schule ab, damit Kinder nicht sagen können: "Die Anderen dürfen das aber".

10. Entdecken Sie mit dem Kind die positiven Seiten des Internets. Sorgen Sie für schöne Erlebnisse auch offline.

Die Dortmunder Polizei unterstützt Eltern und Schulen gerne, damit Kinder Schritt für Schritt Medienkompetenz erzielen. Medienkompetenz ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sie Straftaten im Internet selbst erkennen und nicht daran mitwirken.

Straftaten beginnen bereits mit Beleidigungen in öffentlichen Kommentarspalten oder in Chats. Zahlreiche von Kindern und Jugendlichen in Messengerdiensten verwendete Bilder und "Sticker" zeigen aber auch verfassungsfeindliche Symbole. Dazu kommen gegen den Willen eines oder einer Betroffenen aufgenommene und verbreitete Fotos/Videos, die dazu geeignet sind, in der Gruppe das Ansehen eines Mitschülers oder einer Mitschülerin herabzusetzen.

Kontakt für Beratungsgespräche in Grundschulen: Klaus Beisemann (Tel. 0231/132 7052) und Stefanie Machein (Tel. 0231/132 7055) oder vorbeugung@polizei.nrw.de

Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund Peter Bandermann Telefon: 0231-132-1023 E-Mail: Peter.Bandermann@polizei.nrw.de https://dortmund.polizei.nrw/

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