Razzien gegen "Combat 18"

In Dortmund selbst hat es heute Morgen keine Razzia gegen die verbotene rechtsextremistische Gruppe "Combat 18" gegeben. Die einzige Durchsuchung in NRW gab es in einem Mehrfamilienhaus in Castrop-Rauxel.


Am Westhofener Kreuz hat ein Lastwagen rund anderthalbtausend Bierkästen verloren - allerdings nur mit Leergut. Das berichtete ein Polizeisprecher.

Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums wollte auf Nachfrage aber nicht entsprechende Medienberichte bestätigen, dass sie sich gegen Robin S. richtete. Er ist einer der führenden Köpfe von Combat 18 und auch der Dortmunder Neonazi-Szene. Robin S. wurde als Brieffreund der NSU-Terroristin Beate Zschäpe bekannt. Bei den Razzien in 6 Bundesländern wurden laut Bundesinnenministerium heute unter anderem Handys, Laptops, Datenträger, Waffen, Kleidung, NS-Devotionalien und Propagandamittel beschlagnahmt.


Innenminister Horst Seehofer hat Combat 18 heute Morgen verboten. Die Organisation gilt als bewaffneter und gewaltbereiter Arm des bei uns ebenfalls verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood and Honour". Die Zahl "18" steht für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H - die Initialen von Adolf Hitler. Ein führendes Mitglied der Gruppe wurde am Morgen in Thüringen festgenommen.