Bevor Antenne Unna im Mai 2004 Blitzer-Meldungen ins Programm aufnahm, gab es in der Redaktion eine heftige Diskussion. Ein „Freifahrtschein für Raser“ seien die Blitzer-Warnungen; die notorischen Verkehrsgefährder würden die Kontrollstellen passieren, um danach wieder Gas zu geben.
Die Kreispolizeibehörde Unna schlug Antenne Unna eine umfassende Untersuchung vor. Mit Unterstützung der Polizei untersuchten Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW die Auswirkungen von Blitzermeldungen. Die Grundüberlegung war dabei einfach: Je stärker die Durchschnittsgeschwindigkeit in einer Strasse sinkt, desto höher ist dort die Verkehrssicherheit.
Die Forschungsarbeit kommt zu zwei zentralen Ergebnissen:
1. Regelmäßige Polizeikontrollen vor Ort sind der beste Weg, die Sicherheit an Gefahrenstellen zu erhöhen.
2. Blitzer-Meldungen im Radio senken die Durchschnittsgeschwindigkeit im Umfeld der Kontrolle und erhöhen so die Verkehrssicherheit, und zwar auf Dauer. Denn: Da die Autofahrer sich merken, dass an einem Ort regelmäßig kontrolliert wird, fahren sie auch nach Kontrollende weiterhin an den Kontrollpunkten umsichtiger. Die Befürchtung, dass sie nach der Kontrolle Gas geben, hat sich nicht bestätigt.
Seit der Veröffentlichung der Studie meldet Antenne Unna Ort, Strasse und Höhe der Kontrolle. Die Verkehrssicherheit wird so erhöht - auch wenn der eine oder andere echte Raser keine Strafe bekommt, obwohl er sie verdient hätte.

