Back to the roots - ähnlich wie den Schwestern Unthanks aus Nordengland geht es Yorkston um eine Erneuerung des Folks, der heutzutage oft von x-beliebigen Dudelpop nicht mehr zu unterscheiden ist. Yorkston ist anders, eindringlicher, authentischer: Sparsam, aber sehr effektvoll instrumentiert, verführt er mit seiner nuancenreichen Stimme, der man sich nur ganz schwer entziehen kann.
Dies gilt auch für das neue Album des vielseitg interessierten Mannes, der schon mit John Martyn auf Tour ging, von Bert Jansch (Pentangle) gefördert wurde, in den letzten Jahren auch mit eigenen Bildern oder als Autor seiner Tourtagebücher («It's lovely to be here») in Erscheinung trat. Jetzt kehrt Yorkston zur Musik zurück, elf eigene Songs finden sich auf «I Was A Cat From A Book», und Yorkston bleibt seinem schnörkellosen, behutsamen Stil treu.
Er hat wieder großartige Musiker um sich versammelt, der Schotte aus der Provinz Fife ist kein vergrübelter Einzelgänger, sondern ein toller Teamplayer, die Duette mit Jill O'Sullivan (Sparrow & The Workshop) sind echte Glanzstücke. Gleich der Opener «Catch», dann das beschwingte «Just As Scared». Aber es finden sich auch abgrundtief traurige Sachen auf diesem Album: Vor zwei Jahren erkrankte Yorkstons kleine Tochter schwer, jetzt geht es ihr besser, aber die existentielle Erfahrung der Ohnmacht und Hilflosigkeit grundiert etliche Songs, wird in «I Can Take It All» zum wütenden Aufschrei gegen die Ungerechtigkeiten des Lebens.











