Ansonsten erfährt man von der Plattenfirma nur wenig Konkretes über Vasoli, sein Bandprojekt und das Ende Juni in Deutschland erschienene Debütalbum «Gone» (Downtown/Cooperative). Vacationer lassen ihre Musik für sich sprechen: eine gutgelaunte und dabei völlig unpeinliche Mixtur aus Lounge-Soul, flauschigem Afropop und Triphop.
Die zehn Songs klingen auch ohne labelseitige Interpretationen ungemein lässig und unterhaltsam. Weder geraten sie in die Nähe zahlloser Chillout- oder Ibiza-Kompilationen, noch bedienen sie sich allzu offensichtlich bei großen Vorbildern wie Vampire Weekend, Air und Massive Attack.
Zudem ist Vasoli ein prima Sänger mit höchst angenehmer Sahnekaramell-Stimme, und er hat ein Händchen für unaufdringliche, aber effektvolle Arrangements. Elektronische Beats, Streichersätze und Synthie-Bässe (am schönsten im potenziellen Sommer-Hit «Good As New») verschmelzen zu einem warmen, organischen Sound.
Tagträume wollen Vacationer mit ihren Songs erzeugen, ihr Album soll eine Audio-Postkarte aus dem Urlaub sein. Das kommt hin. Denn «Gone» klingt - wohlgemerkt: im positiven Sinne - nach Palmenstrand, Hängematte und exotischen Longdrinks.











