Mit seinem Debüt «Losgelassen» (2011) landete Tiemo Hauer gleich einen Volltreffer. Kritiker und Fans waren gleichermaßen begeistert von dem Stuttgarter am Klavier. «Für den Moment.» heißt der Nachfolger. Die Texte gehen ins Ohr und nehmen den Hörer mit auf eine Reise durch Tiemos Gefühlswelt: er liebt, er lacht, er leidet auch.
Mit seinem neuen Album knüpft er nahtlos an sein Erstlingswerk an. Seine Musik wird oft als reif bezeichnet, er selber beschreibt sie im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa so: «Ehrlich definitiv. Weil es komplett von mir kommt eben. Also sagen wir: ehrlich, abwechslungsreich und deutsch.» «Alles echt», heißt einer seiner Songs auf «Für den Moment».
«Ich lege viel Wert darauf, dass meine Fans merken, dass ich kein gewöhnlicher Plastik-Pop-Act bin. Ich bin keine in Glitzer-Klamotten gesteckte Kunstfigur. Ich bin Tiemo. Meine Songs beschäftigen sich mit meinem Leben und meinen Gefühlen. Wer also meine Musik aufmerksam hört, weiß sehr viel über mich», erzählte Hauer mal den «Stuttgarter Nachrichten»
Dabei findet er auf seiner Reise zum Ich immer wieder schöne Worte: «Es ist gar nichts für immer/Es ist gar nichts konstant/Außer den Liedern über Liebe/Und die Sprüchen an der Wand», singt er in «Alles vergeht». Oder: «Manchmal tauche ich unter, um nicht unterzugehen», heißt es in «Eigentlich». Manchmal kann der Pop-Poet aber auch ganz direkt sein: «Heute war wieder alles scheiße» («Eigentlich»), klagt er.
Alle seine Lieder schreibt Tiemo selber. Bei ihm gingen die Songs, wie er selber sagt, direkt vom Bauch über die Zunge ins Mikro. Ihn inspirieren Bands und Künstler aus allen Richtungen. Dabei geht es in den sensiblen Songs des Piano-Mannes mitunter recht rockig zu, spielt sich die Gitarre auch mal mit Wucht in den Vordergrund.
Schwierig findet Tiemo Hauer den immer wieder gezogenen stimmlichen Vergleich mit Rio Reiser. «Ich weiß nicht, was ich zu dem Vergleich mit Rio Reiser sagen soll ... Wir haben ja nicht die gleiche Musik gemacht oder so was. Es ist halt so, dass unsere Stimmen in manchen Tonlagen ähnlich sind. Deshalb ist das der einzige Punkt, in dem man uns vergleichen kann. Aber es ehrt mich natürlich, wenn jemand so was sagt, dass es ihn an Rio Reiser erinnert. Aber ich glaube, so viele Gemeinsamkeiten haben wir nicht», meint Hauer, der für eine neue Generation von Singer-Songwritern in Deutschland steht.
Auf der Website des Festivals «Made in Germany» (29. Juni) wird Tiemo Hauers Name zwar noch etwas kleiner geschrieben als der von Tim Bendzko, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis der Stuttgarter hier nachzieht. Mit seinem neuen Album «Für den Moment» setzt er jedenfalls ein eindrucksvolles Ausrufezeichen!
Im Hebst geht es dann auf große Konzertreise: 26.10.2012 Freiburg - Jazzhaus, 27.10.2012 Trier - Exil, 28.10.2012 Frankfurt - Gibson, 02.11.2012 Hannover - Capitol, 03.11.2012 Berlin - C-Club, 04.11.2012 Nürnberg - Hirsch, 08.11.2012 Heidelberg - Karlstorbahnhof, 09.11.2012 Münster - Sputnikhalle, 10.11.2012 Bochum - Zeche, 16.11.2012 Hamburg - Uebel & Gefährlich, 17.11.2012 Bremen -Schlachthof, 23.11.2012 München - Feierwerk (Hansa 39), 24.11.2012 Dresden - Beatpol, 30.11.2012 Osnabrück - Rosenhof, 01.12.2012 Köln - Bürgerhaus Stollwerk, 02.12.2012 Stuttgart - LKA











